Die 7 Gründe für meinen Cloud Exit

Früher war mein digitales Leben ein Flickenteppich: Fotos bei iCloud, Dokumente bei Google Drive, wichtige Dateien auf meinem PC und als gutes Gewissen eine externe Festplatte. Theoretisch perfekt – 3-2-1 Backup und so. Praktisch hatte ich aber ständig ein ungutes Gefühl.

Was passiert, wenn mein Google-Konto gehackt wird? Wenn ich mein Passwort vergesse oder die Zwei-Faktor-Authentisierung plötzlich nicht mehr funktioniert? Wenn ein Cloud-Anbieter seine Preise erhöht – oder noch schlimmer: seinen Dienst ganz einstellt?

Diese diffuse Angst hat mich nie ganz losgelassen. Also habe ich mich entschieden: Schluss mit Fremdbestimmung. Ich hole meine Daten zurück. In diesem Artikel verrate ich dir die 7 wichtigsten Gründe, die mich zu meinem „Cloud Exit“ bewogen haben. Vielleicht erkennst du dich in einigen davon wieder.

1. Datenschutz – meine Daten, nicht ihr Geschäftsmodell
Cloud-Anbieter leben davon, meine Daten auszuwerten. Jedes Foto wird gescannt, um mir personalisierte Werbung zu zeigen. Selbst bei vermeintlich „kostenlosen“ Diensten bin ich das Produkt. Das wollte ich nicht länger unterstützen.

2. Die Angst vor gehackten Passwörtern
Egal wie lang und komplex mein Passwort ist – wenn der Anbieter eine Sicherheitslücke hat, sind meine Daten weg. Oder schlimmer: Sie werden von Kriminellen ausgenutzt. Ich will nicht mehr darauf vertrauen, dass große Konzerne meine Zugangsdaten besser schützen als ich selbst.

3. Account-Aussperrung – kein Support, keine Hoffnung
Es gibt unzählige Geschichten von Leuten, die aus ihren Google- oder Apple-Konten ausgesperrt wurden – weil sie ihre 2FA verloren haben oder der Account wegen „verdächtiger Aktivität“ gesperrt wurde. Der Support? Nicht existent. Dann sind plötzlich Jahre an Fotos und Dokumenten weg. Das Risiko gehe ich nicht mehr ein.

4. Kostenexplosion – jedes Jahr teurer
Was früher 2,99 € im Monat war, kostet heute schnell 9,99 €. Und wenn ich alle Dienste zusammenzähle (Google One, iCloud+, evtl. Dropbox), komme ich auf über 200 € pro Jahr. Für ein gebrauchtes NAS gebe ich einmalig 150–200 € aus – danach habe ich meine Ruhe.

5. Vendor Lock-in – du gehörst ihnen
Einmal in der Apple- oder Google-Welt, ist der Ausgang schwer. Eigene Formate (.heic, .gpkg), proprietäre APIs, keine einfachen Export-Möglichkeiten. Ich will nicht mehr gefangen sein.

6. Dienst kann jederzeit eingestellt werden
Google hat schon so viele Dienste eingestampft (Reader, Hangouts, Stadia). Was, wenn Google Fotos irgendwann dran glauben muss? Dann stehe ich da mit tonnenweise Fotos und keinem Plan.

7. Digitale Selbstbestimmung – ein Gefühl von Freiheit
Das ist der wichtigste Grund: Ich entscheide, wo meine Daten liegen. Ich mache die Backups. Ich vergebe die Rechte. Das fühlt sich gut an – unabhängig und stark.

Du siehst: Es war keine spontane Laune, sondern eine gut überlegte Entscheidung. Die Cloud ist bequem, aber sie nimmt uns auch etwas – die Kontrolle.

In den nächsten Wochen zeige ich dir auf olivernitsche.de, wie ich meinen Cloud Exit Schritt für Schritt umgesetzt habe: Welche Hardware ich nutze, wie ich Fotos und Dokumente umziehe, und welche Fallstricke mich erwartet haben.

Jetzt bist du dran: Hast du auch schon über einen Cloud Exit nachgedacht? Welcher Punkt trifft bei dir am meisten zu? Schreib mir einen Kommentar – ich bin gespannt auf deine Gedanken!

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