Linux: Netzwerkfreigaben dauerhaft einbinden

1. Mount-Punkt erstellen
Die Freigabe wird in einem Ordner eingebunden, erstellt also beispielsweise den Ordner „Fotos“ im Benutzerordner. Standardmäßig werden eher die Verzeichnisse /mnt und /media gewählt (Ubuntu erstellt zum Beispiel bei Ordnern in /media automatisch ein Desktop-Icon).

  1. Ordner verknüpfen
    Öffnet einen Terminal und gebt den Befehl : sudo nano /etc/fstab
    ein, um die Datei „fstab“ mit dem Texteditor „nano“ zu öffnen – alternativ könnt Ihr natürlich auch vi, emacs oder sonst einen Editor nehmen. Tragt ans Ende der Datei eine Zeile folgender Art ein:

//192.168.178.23/Serien /home/benutzername/Serien cifs defaults,username=deinname,password=deinpasswort

Dabei gibt der erste Pfad den Ordner der NAS an, der zweite den eben erstellten Mount-Punkt-Ordner, cifs steht für Common Internet File System und setzt das Protokoll, defaults setzt die Standardeinstellungen für cifs und die Login-Daten erklären sich selbst. Die Login-Daten lassen sich auch auslagern und mit „credentials=/pfad/zu/smbcredentials 0 0“ ansprechen, wobei die Datei „smbcredentials“ lediglich zwei Zeilen mit „username=deinname“ und „password=deinpasswort“ beinhalten muss. Teil der defaults-Einstellung ist auch das automatische Einbinden des Ordners beim nächsten Start.

  1. fstab
    In der fstab-Datei werden einfach Ordnerpaare hinterlegt.
    UPDATE: Wenn Ihr Schreibzugriff auf die Netzwerkordner für normale Nutzer (also ohne root) haben wollt, könnt Ihr den gewünschten Nutzer explizit angeben:

//192.168.178.23/Serien /home/benutzername/Serien cifs defaults,uid=1000,username=deinname,password=deinpasswort

Das uid=1000 gibt die ID des lokalen Nutzers an, der Schreibzugriff haben soll. Das hat nichts mit dem username des Nutzers auf dem entfernten Rechner zu tun! Die ID des Nutzers findetIhr über id -a nutzername heraus. Statt uid könnt Ihr auch gid für Gruppen nutzen.

  • Netzwerkfreigaben sofort einbinden
    Ein Neustart ist aber gar nicht nötig, ein

sudo mount -a

genügt, um die fstab erneut einzulesen und schon landet die Freigabe im Mount-Punkt und je nach System auch auf dem Desktop oder in der Navigationsleiste des Dateimanagers.

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